Strategische Veränderungsprozesse
Pegelverordnung in Neuer Form

Pegelverordnung in Neuer Form

Die Sachlage

Der Wasser- und Bodenverband Schieland und Krimpenerwaard ist für die Wasserwirtschaft im Zuidplaspolder und Snelle Polder zuständig. Dazu gehört die Festsetzung des Pegels (Höhe über Normalnull) für das Oberflächenwasser. So eine „Pegelverordnung“ muss gesetzliche Auflagen erfüllen, erfordert aber auch umfassende Abstimmung mit Beteiligten. Die Wahl eines Wasserstands beeinflusst nämlich die Höhe des natürlichen Geländes und diverse Funktionen im Gebiet. In einer urbanen Umgebung können Änderungen des Wasserstands sogar Auswirkungen auf Fundamente haben. Da die Pegelverordnung aus dem Jahr 1994 veraltet war, musste nach umfassenden Prüfungen und Messungen eine neue Pegelverordnung erlassen werden.

Unser Beitrag

Der Wasser- und Bodenverband beauftragte uns mit der Betreuung der Beratung mit Beteiligten. Zunächst haben wir alle Beteiligten erfasst (Stakeholder- und Umgebungsanalyse) und proaktiv kontaktiert. Dadurch hatte der Wasser- und Bodenverband die Möglichkeit alle Beteiligten in die Gespräche einzubeziehen und über die geplanten Maßnahmen zu unterrichten. Den Input aus diesen Treffen hat der Wasser- und Bodenverband anschließend bei der weiteren Ausarbeitung der Pegelverordnung berücksichtigt. Anschließend wurde ein allgemeiner Informationsabend für alle betroffenen Anwohner organisiert. Umgebungsmanagement und Bürgerbeteiligung sind die Schlüsselbegriffe unseres Beitrags.

Das Ergebnis

Die Gespräche mit Beteiligten waren maßgebend für die erfolgreiche Realisierung der Pegelverordnung im Zuidplaspolder. Durch die von Anfang an erfolgte klare und transparente Präsentation des Entscheidungsrahmens für die Pegelwahl und den Schwerpunkt auf integrale Abwägung konnte eine gemeinsame Sichtweise realisiert werden. Und das in einem Gebiet, in dem zirka 100.000 Menschen wohnen, arbeiten und entspannen, und somit viele gegensätzliche Interessen bestehen.