Strategische Veränderungsprozesse
Männliche Senioren ab 55 steigen als erste in selbstfahrende Fahrzeuge

Männliche Senioren ab 55 steigen als erste in selbstfahrende Fahrzeuge

Erster nationaler Kongress zur Meinungsumfrage ‚Mobilität der Zukunft im Jahr 2030‘.
Sind Sie ein gut situierter Mann, hoch qualifiziert und 55 Jahre oder älter? Oder haben Sie gerade ein neues Auto mit den innovativsten Gadgets gekauft? Dann gehören Sie wahrscheinlich zu den Early Adoptern, also den Menschen, die ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Technologie schon nutzen wollen, bevor die Masse dies tut. Diese Gruppe hat, laut Untersuchungen von Connected Strategische Veranderingen, alles bereits im Blick und kann es kaum erwarten, ein selbstfahrendes Auto zu kaufen.

Die 12% der niederländischen Bevölkerung, die wir ‚Early Adopter‘ nennen, sind bereit für das Connected Car oder das selbstfahrende Auto. Niederländer unterschieden sich stark voneinander in ihrer Bereitschaft, das Lenkrad aus der Hand zu geben. Nur im Stau oder auf der Autobahn ist die Mehrheit dafür.

Diese überraschenden Ergebnisse wurden von Marco Maréchal von Connected Strategische Veranderingsprocessen im Rahmen der Konferenz ‚Die Zukunft der Mobilität: von Tripelhelix zum goldenen Viereck‘ des Automotive Campus in Helmond präsentiert. Das Ministerium für Infrastruktur und Umwelt hat den Bericht dort entgegengenommen.

Die Studie zeigt, dass die niederländische Bevölkerung in den Bereichen Wissen, Einstellung und Verhalten bezüglich neuer Formen der Mobilität in fünf Gruppen eingeteilt werden kann. Die beiden Extreme sind die Early Adopter (12%) im Gegensatz zu den Laggards (10%). Laggards bezeichnet die Menschen, die das Produkt zuletzt kaufen.

Gegenüber den Männern in ihren glänzenden Autos steht die jüngere Zielgruppe (77% unter 55 Jahre). Dies sind die Leute, die in erster Linie gebrauchte Autos haben und Autofahren als Liebhaberei sehen. Diese Laggards geben deutlich an, dass sie erst dann mit allen Innovationen mitziehen werden, wenn bereits jeder in den Niederlanden ein Auto mit diesen Merkmalen fährt.

Während der Konferenz konnten die Teilnehmer im Mobiliteitscafé der Zukunft Platz nehmen, wo neben Workshops auch eine tief gehende Beschäftigung mit der Frage erfolgte, wie unser Wissen optimal genutzt werden kann.

So gab beispielsweise Ap Dijksterhuis (Universität Nijmegen) den Hinweis, dass Verhalten beeinflussbar sei: „Klein anfangen, um Menschen einen Anstoß zur Verhaltensänderung zu bieten.“
Minister Schultz hat über Florien van der Windt (Ministerium für Infrastruktur und Umwelt) mitteilen lassen, dass die Studie mit großem Interesse gelesen wird, und zwar im Hinblick auf die Ermöglichung groß angelegter Tests mit selbstfahrenden Autos. Florien zog während des Kongresses den Vergleich mit dem Handy. Vor fünfzehn Jahren dachten die meisten Holländer, dass sie nie auf das Handy umsteigen würden, gegenwärtig sind 90% im Besitz von mindestens einem.

Auch in den Medien wurden die Forschungsergebnisse gebührend berücksichtigt, zum Beispiel waren wir auf Radio 1 zu hören: http://www.radio1.nl/gids/2014-12-03